Eine Saisoneröffnung im Zeichen des Friedens: Das West-Eastern Divan Orchestra, das vor 26 Jahren von Daniel Barenboim und Edward Said gegründet wurde, ist zu Gast im Konzerthaus Dortmund. Seit seinen Anfängen im Nahen Osten, wo es ursprünglich der Vermittlung zwischen Palästinensern und Israelis über die Musik dienen sollte, hat es sich inzwischen zu einem Ensemble mit weltweiter Ausstrahlung entwickelt. Es steht wie kaum ein anderes Orchester für den Dialog, gegenseitiges Verständnis und Respekt. Eine musikalische Stimme, die weit über Grenzen hinaus die Idee des Friedens verkörpert und Brücken baut, wo Politik und Gesellschaft scheitern. Daniel Barenboim übernimmt an diesem Abend persönlich die musikalische Leitung und dirigiert ein Programm, das Sehnsucht, Aufbruch und Erneuerung widerspiegelt. Schuberts rätselhafte Siebte Sinfonie, die »Unvollendete«, lässt das Publikum nach zwei Sätzen im Unklaren schweben. Diesen Schwebezustand steigert Richard Wagner in seinem Vorspiel zu »Tristan und Isolde« zu einer unstillbaren Sehnsucht, die nach Auflösung verlangt und die doch verwehrt bleibt. Den Abschluss bildet Beethovens »Eroica«, eine Sinfonie voller Energie und Klanggewalt, die den Aufbruch in eine neue musikalische Welt markiert.
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